Entwerfen, verbinden, versorgen: Der Alltag eines jungen Automatikers
Mit gerade einmal 15 Jahren hat Mattéo Favre seine obligatorische Schulzeit am CO de Riaz abgeschlossen. Im August 2025 begann er seine Lehre als Automatiker EFZ in Matran. Neugierig und motiviert entdeckt er eine Welt, in der sich Elektrizität, Programmierung und Präzision täglich miteinander verbinden. Wir haben ihm einige Fragen gestellt.
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Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?
Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, weil man unglaublich viele Dinge kennenlernt: Pneumatik, Elektrizität, Programmierung … Was mir besonders gefällt, ist die Möglichkeit, eine Anlage zu bauen, die später viele andere Dinge mit Energie versorgt – ein Gebäude, eine Maschine oder auch einen Schaltschrank.
Was hat dich seit Beginn deiner Lehre am meisten beeindruckt?
Zu sehen, dass man fast bei null anfängt und am Ende riesige Infrastrukturen über einen einfachen Schaltschrank mit Strom versorgt. Es ist beeindruckend, das Ergebnis dessen zu sehen, was man mit den eigenen Händen aufgebaut hat.
Welche technischen Kompetenzen hast du bereits erworben?
Ich habe gelernt, einen Elektroschaltplan zu lesen. Das ermöglicht mir, einen Schaltschrank korrekt zu verdrahten und zu verstehen, was er später versorgen wird.
In der Praxis arbeite ich an der Herstellung von Schaltschränken und lerne die einzuhaltenden Sicherheitsvorschriften. In der Theorie vertiefen wir in der Schule unter anderem Themen wie die Berechnung der Stromstärke und vieles mehr.
Gab es eine Entdeckung, die dich besonders geprägt hat?
Ja, die Programmiersoftware! Ich hatte sie während eines Praktikums entdeckt, und sie hat mich sofort begeistert. Man kann unglaublich viel damit machen: eine Alarmanlage programmieren, ein Ampelsystem für den Straßenverkehr oder für Rennen erstellen … das ist wirklich spannend.
Wie lief deine Integration ins Unternehmen ab?
Ich wurde sehr herzlich aufgenommen! Alle haben sich Zeit genommen, mir die wichtigen Dinge zu erklären und mir den Einstieg zu erleichtern. Die Atmosphäre ist warm und kollegial: Wir lachen, helfen einander, geben Tipps weiter – und bleiben dabei natürlich konzentriert.
Interview geführt von Noah Folly, Lernender Mediamatiker bei Groupe E